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Unsere Haltung

Unsere Haltung

Wir als Einrichtung der stationären Jugendhilfe sehen jeden Menschen als Individuum mit einem ganz persönlichen Hintergrund an.

Wir sind davon überzeugt, dass jedes Verhalten einen Grund hat. Deshalb möchten wir Verhalten nicht vorschnell bewerten oder verurteilen, sondern gemeinsam mit unseren Bewohnerinnen verstehen, was dahintersteht. Dabei begegnen wir ihnen mit Wertschätzung, Respekt und Offenheit. Wir betrachten nicht ausschließlich eine Erkrankung oder bestehende Schwierigkeiten, sondern immer den Menschen in seiner Gesamtheit.

Unser Ziel ist es nicht, Veränderungen zu erzwingen. Vielmehr möchten wir unsere Bewohnerinnen dabei unterstützen, eigene Veränderungsprozesse zu entwickeln und intrinsische Motivation zu fördern. Wir verstehen uns dabei als verlässliche Begleiterinnen und Unterstützerinnen, die Sicherheit und Orientierung geben, ohne den Bewohnerinnen ihre Eigenständigkeit abzunehmen.

Gemeinsam statt über den Kopf hinweg

Die Bewohnerinnen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Ziele werden gemeinsam entwickelt, formuliert und gestaltet. Partizipation ist deshalb eine der Grundsäulen unseres pädagogischen Handelns. Die Bewohnerinnen sollen ihren Alltag, ihre Entwicklung und die sie betreffenden Entscheidungen möglichst aktiv mitgestalten können.

Wir möchten einen Rahmen schaffen, in dem Selbstbestimmung und Verantwortung wachsen können. Dazu gehört auch, Fehler machen zu dürfen, eigene Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Achtsamkeit und Weiterentwicklung

Wir verstehen Entwicklung als einen individuellen Prozess, der Zeit, Vertrauen und manchmal auch mehrere Anläufe braucht. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist – für unsere Bewohnerinnen ebenso wie für uns als Fachkräfte.

Deshalb hinterfragen wir unsere Arbeit regelmäßig, reflektieren unser eigenes Handeln und entwickeln uns kontinuierlich weiter. Achtsamkeit möchten wir dabei nicht nur vermitteln, sondern selbst im Alltag leben. Sie hilft uns, aufmerksam für die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen, unserer Kolleginnen und Kollegen und auch für uns selbst zu bleiben.

Ein sicherer Ort

Ein sicherer und vertrauensvoller Ort ist für uns die Grundlage jeder pädagogischen Arbeit. Gewalt in jeglicher Form hat bei uns keinen Platz. Deshalb setzen wir uns kontinuierlich mit dem Schutz unserer Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen auseinander.

Unser organisationales Schutzkonzept, der Verhaltenskodex sowie präventive Maßnahmen und regelmäßige Sensibilisierung aller Beteiligten bilden hierfür wichtige Grundlagen. Gleichzeitig ist es uns besonders wichtig, unsere Bewohnerinnen aktiv und partizipativ in die Gestaltung von Schutz und Sicherheit einzubeziehen.

Mehr als ein Zuhause auf Zeit

Wir möchten nicht einfach ein Dach über dem Kopf oder eine Zwischenstation sein. Unsere Wohngruppe soll ein Ort zum Ankommen, Wohlfühlen und Wachsen sein.

Ein Ort, der Halt gibt und Orientierung bietet, gleichzeitig aber auch Raum für persönliche Entwicklung und Veränderung lässt. Ein Ort, an dem Beziehungen entstehen, Vertrauen wachsen kann und unsere Bewohnerinnen sich mit ihrer eigenen Geschichte angenommen fühlen.

Wir möchten ein Zuhause auf Zeit schaffen – einen sicheren Ort, an dem jede Bewohnerin sein darf, wie sie ist, und gleichzeitig die Möglichkeit bekommt, sich zu dem Menschen zu entwickeln, der sie sein möchte.

Ein Schmetterling auf einer Blüte

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